Am 04. Februar 2012 wurden wir um 09.39 Uhr mittels Sirene und Pager zu einem Brandeinsatz nach Standharting 1 gerufen. Schon während der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung wahrzunehmen. Kommandant HBI Franz Zauner ließ daraufhin umgehend Alarmstufe 2 auslösen, sodass zusätzlich zur Ortsfeuerwehr mit den Löschzügen Gerhartsbrunn, Gries, Hebetsberg, Poxruck und Prenning die Feuerwehren Haag am Hausruck, Wendling, Taiskirchen, Dorf an der Pram, Rottenbach und Gotthaming alamiert wurden.
Bei unserem Eintreffen an der Einsatzstelle stand der ehemalige Putenstall der Familie Grünbacher, der derzeit als Lagerhalle genutzt wird bereits in Vollbrand und die Flammen griffen schon auf den unmittelbar daneben stehenden Wirtschaftstrakt über. Durch unser rasches Eingreifen konnten in letzter Minute das Wirtschaftsgebäude und auch das Wohnhaus gerettet werden und dadurch ein noch viel größerer Schaden verhindert werden.
Schwierig gestaltete sich die Löschwasserversorgung, es musste eine 800 Meter lange Schlauchleitung vom Löschteich in Standharting und eine ebenso lange Zubringerleitung vom Löschwasserbehälter in Renhartsberg verlegt werden. Zum Glück befand sich beim Brandobjekt ein größerer Swimmingpool, aus dem in der Anfangsphase Löschwasser entnommen werden konnte.
Durch die im Brandobjekt gelagerten Dekorations- und Heufiguren entstand eine gewaltige Rauchentwicklung, die auf einige Kilometer zu sehen war. Zusätzlich sorgte sie für eine Sichtbehinderung auf der nahen Innkreisautobahn. Augenzeugen zufolge ging ein Teil dieser Rauchwolke 10 Kilometer entfernt in Hohenzell auf der B 141 wieder zu Boden und sorgte dort auch für eine Behinderung des Fahrzeugverkehrs.
Der Einsatz war aufgrund der arktischen Temperatur von – 12 Grad sehr schwierig, so froren ständig die Löschwasserleitungen ein. Auch sorgte die Kälte für eingefrorene Atemschutzgeräte und belastete auch die eingesetzten Feuerwehrmänner körperlich sehr stark. Für zusätzliche Belastung sorgte auch eine im Brandobjekt explodierende Gasflasche.
Der Einsatz dauerte für uns bis 20.25 Uhr und es war für alle sehr anstrengend, die eingefrorene Gerätschaft wieder einsatzbereit zu machen.
Als mögliche Brandursache wird derzeit ein Heizstrahler vermutet, die Ermittlungen der Polizei und des Brandsachverständigen sind im Laufen.
Der Schaden beträgt laut Auskunft des Besitzers und des Pächters über Euro 800.000,00. Gott sei Dank waren keine Personen gefährdet.
Im Einsatz waren etwa 100 freiwillige Feuerwehrkameraden.